Warum Kanada?

Seit langem zählt Kanada zu den Sehnsuchtszielen heimatmüder Deutscher.
Nach dem Krieg galt Kanada – fast mehr noch als die USA – als das Land, in dem man der Not des Alten Kontinents entkommen konnte, ohne auf die Segnungen westlicher Zivilisation verzichten zu müssen. Noch heute wandern jedes Jahr ca. 2000 Menschen aus Deutschland nach Kanada ein (nur die Hälfte davon sind allerdings deutsche Staatsbürger).  Nach den Anglo- und den Frankokanadiern sind die Deutschstämmigen die drittgrößte Gruppe im Land.

Lebensstandard und Wirtschaft

In Kanada kann man sehr gut leben. Von 1994 bis 2000 belegte das Land siebenmal nacheinander den ersten Platz auf der UNO-Liste der Länder mit der höchsten Lebensqualität – vor allen europäischen Ländern, vor den USA, vor Japan.
Der kanadischen Wirtschaft geht es zur Zeit relativ gut, besser jedenfalls als der deutschen. Die Arbeitslosigkeit liegt zwischen 7% und 8% – Die Paradebranchen der kanadischen Wirtschaft sind Biotechnologie, Automobilindustrie, Informationstechnologien, Telekommunikation, Luft- und Raumfahrt, Forstwirtschaft, Öl und Landwirtschaft. Deutschland zählt zu Kanadas wichtigsten Handelspartnern.

Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Wer als Ausländer auf dem kanadischen Arbeitsmarkt reüssieren will, braucht eine solide Ausbildung, gute Sprachkenntnisse und das Glück in einer Branche zu arbeiten, in der in Kanada gerade Arbeitskräftemangel herrscht. Nachgefragt wurden zuletzt z.B. ausgebildete Handwerker, Ingenieure, Techniker, und Mediziner. Fast wichtiger noch als eine Ausbildung ist einschlägige Berufserfahrung.

Die Sprache(n)

Kanada ist offiziell ein zweisprachiges Land (Englisch und Französisch), aber das heißt nicht, dass überall auch beide offiziellen Sprachen gesprochen und verstanden werden. Wer in einem Unternehmen in der frankophonen Provinz Québec arbeiten will, MUSS in der Regel Französisch beherrschen, wer in eine der anderen Provinzen möchte, MUSS normalerweise Englisch sprechen. Wer BEIDE Sprachen fließend meistert, hat einen Bewerbungsvorteil.

Natur und Klima von Kanada

Kanada erstreckt sich von der Nordgrenze der USA bis zum Nördlichen Eismeer. Im Nordwesten liegen Felsengebirge, im Südwesten weite Steppen bis zum Tiefland um die kalte Hudson Bay, die zu zwei Dritteln des Jahres vereist ist. Im Osten liegt das dicht besiedelte Gebiet des St.-Lorenz-Stroms und der Großen Seen. Im Ostteil der Steppen gibt es hervorragende Weizenfelder. Die Felsengebirge, die Ufer des Mackenzie im Nordosten und das Lorenzstromland in Kanada sind von ungeheuren Tannen- und Kiefernwäldern bewachsen. Im Osten vorgelagert liegt die Insel Neufundland.

Das Klima in Kanada reicht von polar bis gemäßigt. Im überwiegenden Teil des Landes herrschen lange kalte Winter und kurze heiße Sommer. An der Westküste von Kanada herrscht maritimes Klima mit hohen Niederschlägen vor. Die Steppen in der Landesmitte sind trocken. In den östlichen Provinzen von Kanada ist der Winter kalt, das Frühjahr und der Herbst mild, der Sommer heiß und schwül. Auch im Sommer ist mit gelegentlichen Regenfällen zu rechnen.

Kanada ist sehr reich an Bodenschätzen. Allein die Erdölreserven sind nur geringfügig kleiner als die von Saudi-Arabien und größer als die des Irak. Daneben werden Erdgas, Schwefel, Asbest, Platin, Aluminium, Gold, Silber, Kohle, Kupfer, Eisenerz, Uran und Zink abgebaut. Ohne die Antarktis verfügt Kanada über etwa 20% der in der Welt verbleibenden Wildnisgebiete.
In Kanada leben noch viele Tierarten in freier Wildbahn. In den aktischen Gewässern gibt es Wale, Seehunde und Polarbären. In der Tundra leben Moschusochsen, Wölfe, Polarfüchse und Lemminge. Die Wälder im Norden bieten Lebensraum für Bison, Elche, Luchse, Braunbären, Biber, Marder und Nerze. Die heimische Tier- und Pflanzenwelt steht in zahlreichen Nationalparks und Naturreservaten unter Schutz. Der größte Nationalpark ist Wood Buffalo im Norden von Alberta und in den Nordwest-Territorien.

In Kanada gibt es zahlreiche Flüsse und Seen. Der Große Bärensee in den Nordwest-Territorien ist der größte See. Die Großen Seen im Südosten von Kanada markieren die Grenze zu den USA. Der größte Fluss ist der St.-Lorenz-Strom, der als Wasserstraße zwischen den Großen Seen und dem Atlantik dient. Weitere große Flüsse sind Mackenzie, Yukon, Columbia, Fraser und Nelson